Der letzte Spieltag der BLS am 27.09.2027 – Kreisliga in Waltringhausen
Für die drei Bad Nenndorfer Teams hieß es als Gastgeber des letzten Spieltages der gesamten BLS-Kreisliga erst einmal: organisieren! 15 Bahnen waren (eigentlich) notwendig und nur 13 vorhanden. Durch Umstellen des Modi alle „Paarungen“ spielen erst „Triplette und dann Doublette“ in „eine Hälfte beginnt mit Doubletten, die andere mit Tripletten“ war eine elegante Lösung des Problems gefunden.
Bad Nenndorf 1 (MF Rainer) war im Grunde alle Sorgen los, stand mit vier Siegen auf dem 4. Tabellenplatz, musste gegen den 6. (Rusbend, verlor das Match 2:3) und den Tabellenführer Krankenhagen, gewinnen wäre reine Makulatur für die Tabelle …
Bad Nenndorf 2 (MF Milan/Thomas) mit 3:4 auf Platz 7 noch abstiegsgefährdet und Partien gegen Rinteln 1 (Tabelle 4:3, Platz 5) und Wölpinghausen (Tabelle 2:5, Platz 8) konnte bereits im ersten Spiel die Klasse mit 5:0 sichern, machte es für die Dritte mit einem 2:3 gegen Wölpinghausen allerdings nicht gerade leichter.
War Bad Nenndorf 3 (MF Christian) mit nur 1 gewonnenen Match als Letzter der Tabelle morgens gefühlt „weg vom Fenster“? Das Team hatte es noch in der Hand, standen schließlich Begegnungen gegen den 8. (Wölpinghausen 3) und den 9. (Stadthagen 1) auf der Tagesordnung. Eine gute Grundlage: die Tabelle wies für BF BN 3 bereits deutlich mehr Siege und sehr positive Kugeldifferenzen aus, die mit einem 5:0 gegen den Achten noch besser wurde. Das Schlüsselspiel „Abstieg oder nicht“ blieb die letzte Begegnung des Tages und der gesamten Saison: BF BN 3 vs. Stadthagen 1! In einem Krimi gelang eine kleine Sensation! Durch einen 3:2 Sieg (denkbar knapp mit 53:48 Kugeln) schob sich unser Team auf Platz 8 und bleibt damit der Kreisliga und uns erhalten.
So weit, so gut, so schön: Es musste immer noch ein „Meister“ her. Bad Nenndorf 1 (gegen Krankenhagen) hatte das beim Stand 2:2 erst in einer Hängepartie in der Hand! Ein schönes Gefühl ist das nicht! In einem ausgesprochen intensiven, auf Augenhöhe, an Fairness kaum zu überbietendem und von allen Anwesenden beobachtetem Match, gewannen die Nenndorfer. Wiedensahl konnte wieder einmal jubeln! Bei der humorigen Pokalübergabe betonte Frank u. a., dass die Busch-Bouler sich auf dieser Trophäe erstmalig in die Liste der Meister einreihen dürften und gratulierte sehr herzlich!
Wieder einmal genial: der „Teamgeist der Boulefreunde Bad Nenndorf“!
Die Grätsche, zwischen Catering und auf der Bahn um Punkte zu kämpfen, ist nicht gerade einfach und Grund, besonders erwähnt zu werden und daher auch besonders danke zu sagen!
Alles passte: Organisation, Catering, Gäste, Wetter, Stimmung!
Einfach ein schöner Tag und ein würdiges Saisonende!
UB
BLS Kreisliga – persönliche Gedanken zum „Meister-Mach-Spiel“
Bad Nenndorf 1 war im Grunde alle Sorgen los, stand mit vier Siegen auf dem 4. Tabellenplatz, musste gegen den 6. (Rusbend, verlor das Match 2:3) und dann gegen den Tabellenführer Krankenhagen, gewinnen wäre reine Makulatur für die Tabelle.
Aufgrund der „Regeländerung“ spielten wir gegen Krankenhagen erst die Doubletten mit Ergebnis 1:2. Nicht schlimm, keine Abstiegsgefahr! Triplette 1 (Anette, Uwe, Jens) gewann, Triplette 2 (Friedhelm mit UndU) lagen 3:8 zurück und wurden vom MF Rainer gefragt: „Und, was ist mit Euch los?“ Friedhelms super gute Legekugel ebnete den Weg für einen „Vierer“. Upps, nur noch 7:8 und in dem Moment kam Wiedensahl, feuerte uns an. Da war klar: wenn wir das Spiel gewinnen, ist Meister nicht der bisherige Tabellenführer (unser momentaner „Kontrahent“), sondern der momentane Zweite dann Erster!
Keine besonders schöne Aufgabe! „Floppen“ wir, kann uns unterstellt werden, dass wir bewusst blöd gespielt haben… Solch ähnliche Gerüchte machen in der Bouleszene gerade die Runde. Wahr oder unwahr ist nicht die Frage, sollte uns aber gar nicht erst nachgesagt werden können. Also Ruhe bewahren und das Spielen, was wir können. Unsere „eins“, Friedhelm als Leger, ließ nichts anbrennen und strahlte eine solche Ruhe aus, dass UndU sich „adaptieren“ konnten.
Dazu kam die Aufmerksamkeit aller noch Anwesenden, die wir in dem Maße doch eher selten erfahren haben. Eine sehr gute Kugel von mir wurde mit so viel Beifall belohnt, dass ich Gänsehaut hatte. Beim Boulespiel nie dagewesene Empfindungen durchrauschten nicht nur mich, auch Ulrich und Friedhelm ließ das „coole Drumherum“ nicht kalt.
Die Fairness auf dem gesamten Platz war unbeschreiblich, freundlicher Umgang miteinander, gemeinsam Messen, selbst eine Kugel drehen, um zu sehen, welchem Team sie zugeordnet werden kann, machte das Ganze zu einem Highlight in unserer Boulekariere! Während der einzelnen Aufnahmen totale Stille, man hätte eine Stecknadel fallen hören können! Gute Kugeln von beiden Teams wurden mit Beifall belohnt, dem sofort wieder Stille folgte.
Und genau das machte es noch schwerer, hier so im Mittelpunkt zu stehen. Beiden eventuellen Meistern gönnten wir den Titel! Und wir mittendrin sein, als „Zünglein an der Waage“, machte für uns das Spiel nicht leichter. Spannend blieb es trotz unseres „Fünfers“ zum 12:9, Krankenhagen machten den zehnten Punkt. Kopfkino aus: „es gibt kein Zwölferloch?“
In der nächsten und letzten Aufnahme lag die 11 für Krankenhagen gute 40 cm direkt vor der „Sau“. Aus unserer Sicht hatten wir noch 2:1 Kugeln in den Händen. Ich legte nicht besonders gut eng rechts neben die Punktkugel aber halt die 13. Für Krankenhagen ein schwieriges Bild: Schießen und eventuell die eigene mit erwischen, Legen und als Rechtshänder die Bad Nenndorfer vordrücken – eine Kugel kommt noch! Platz genug ist vorhanden, also links dran vorbei und „einfach“ Punkt legen! Die letzte Krankenhäger Kugel kam auf und „rannte durch“, das Spiel war beendet! Wir, Krankenhäger und Nenndorfer, lagen uns in den Armen und beglückwünschten uns gegenseitig für dieses tolle Spiel. Dann lagen wir in den Armen der Wiedensahler, die wir zum Meister „befördert“ hatten.
Beiden Mannschaften herzlichen Glückwunsch, den Buschboulern zum Meister-Pokal und den Krankenhägern für ihre sportliche Art, die Niederlage wegzustecken.
Lieber hätten Friedhelm, Ulrich und ich unentschieden gespielt – doch dann hätte es ja immer neue Aufnahmen gegeben und wir wären nie fertig geworden
Nach Rücksprache mit Friedhelm und Ulrich darf ich Euch meine sehr persönlichen Gedanken kundtun!
UB

